Evolution contra Schöpfung

Über die Evolutionstheorie

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Zerebralzebra
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Beitrag von Zerebralzebra » Mittwoch 31. Mai 2006, 17:17

El hat geschrieben:
Zerebralzebra hat geschrieben: Ich finde es überzeugend, von einem Mechanismus des natürlichen Selektionsvorteils auszugehen. Das Problem, dass man damit haben kann, ist, dass die Natur kein Subjekt ist, das Zwecke setzt. Wenn man ganz pingelig ist, ist deine Rede von einer entscheidenden Natur noch ein Überbleibsel theologischer Vorstellungen,
Naja, eigentlich ist es eher Faulheit. ^^
Ein "die Natur entscheidet" ist einfach um Längen kürzer als "durch verschiedene Faktoren ergibt sich für Individuen mit Eigenschaft xy eine höhere Chance sich fortpflanzen zu können als für Individuen ohne Eigenschaft xy, wodurch Eigenschaft xy sich in der Population vermutlich durchsetzen wird". Das erste ist zwar falsch, aber das zweite ist so lang und beim ersten weiß meist auch jeder, was gemeint ist... :?
Na ja, nicht dass ich glaubte, man könnte einen Beweis für Gott daraus zaubern, oder ich überhaupt an Gott glaubte, aber es liegt eben nahe zu formulieren, "die Natur entscheidet", weil man Organismen in der Biologie nicht rein physikalisch und chemisch beschreibt, sondern mit der Unterstellung einer Zweckhaftigkeit (die ja auch so einiges erklärt).
El hat geschrieben:
Zerebralzebra hat geschrieben: aber die Naturwissenschaft sagt ja etwas anderes: etwas, das man als Zweck verstehen kann, wird realisiert, ohne dass es einen Willen gäbe, der das will. Und man muss es als Zweck verstehen, wenn man es biologisch erklären will.
Das ist eine Härte der Evolutionstheorie, die mich jedoch nicht davon abhält sie überzeugend zu finden.
Naja... Es ist er so, dass es sich wahrscheinlich durchsetzen kann, wenn es sich zufällig ergibt.
Es hat sich aber ja z.B. keine Immunität gegen alle Krankheiten entwickelt, nur weil das vorteilhaft wäre. Wenn sie sich mal entwickelt kann es gut sein, dass sie sich durchsetzt, wenn nicht dann eben nicht.
Sicher versteht man die Evolutionstheorie falsch, wenn man glaubt, sie unterstelle einen Plan, nach dem Leben und dann bestimmte Lebensformen sein sollen. Aber der Mechanismus des Selektionsvorteils macht rückblickend eine Zweckhaftigkeit auf - also für die Fälle z. B., in denen sich eine Immunität gegen eine Krankheit entwickelt hat.
Und durch die Macht des Heiligen Geistes könnt ihr von allem wissen, ob es wahr ist.

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Eser
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Beitrag von Eser » Mittwoch 31. Mai 2006, 20:48

El hat geschrieben: Bei der Züchtung hast du gesagt, dass das Beispiel fehlerhaft sei, weil die Selektion durch Menschen durchgeführt werde, aber die Entwicklung der Arten dabei bejaht. Dann haben wir dir gezeigt, dass Selektion ebenso in der Natur stattfindet. Das hast du auch bejaht.
Es findet also deinen Aussagen nach
1. Entwicklung durch Selektion statt
2. Selektion in der Natur statt

Warum soll denn in der Natur nun keine Entwicklung stattfinden?
Nein, ich habe geschrieben es gibt KEINE Entwicklung. Selektion ist nicht gleich Entwicklung. Bei der Selektion geht es ums Überleben. Wenn ich überlebe dann entwickle ich mich nicht weiter, was ist das denn für eine irrsinnige Annahme?
El hat geschrieben: Also zunächst einmal wird ja nicht die "Schöpfung" bekämpft, sondern die Schöpfungsgeschichte.
Und nur weil man nicht der Meinung ist, dass jemand etwas erschaffen habe bedeutet dass nicht, dass ich denjenigen verachte oder gar gegen ihn Krieg führe. Vor allem dann nicht, wenn ich nicht weiß ob derjeinige überhaupt existiert, geschweige denn wie er gepolt ist.
Wenn ich sage "Ich denke nicht, dass Klaus Meyer aus Bochum die Glühbirne erfunden hat" führe ich gegen Klaus Meyer weder Krieg, noch verachte ich ihn. ^^

Was ein Grund wäre, Gott zu verachten geht eher in Richtung des Darwin Zitats, denn wenn Gott wirklich so drauf ist ist er menschenverachtend. Und die, die sich wünschen, dass die Geschichte wahr ist, ebenfalls.
Eser hat geschrieben: Alles Entwicklung bedarf Information. Diese Information existiert in ihrem Weltbild nicht.
Doch:
Lebewesen kann sich fortpflanzen: Ja/Nein
Ja, weil die Information jetzt vorliegt. Laut ihrem Weltbild ist sie aber ohne zustande gekommen. Schwachsinn.
El hat geschrieben:
Eser hat geschrieben: Schon allein dadurch zerfällt das ganze. Information hat immer einen intelligenten Ursprung.
Nö...
Dann verschwende ich meine Zeit mit ihnen. Irrsinniger kanns schon gar nicht mehr gehen.

Korse
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Beitrag von Korse » Mittwoch 31. Mai 2006, 21:04

Nein, ich habe geschrieben es gibt KEINE Entwicklung. Selektion ist nicht gleich Entwicklung. Bei der Selektion geht es ums Überleben. Wenn ich überlebe dann entwickle ich mich nicht weiter, was ist das denn für eine irrsinnige Annahme?
Das Individum entwickelt sich nicht weiter. Durch die Selektion verändert sich die Gesamtpopultion, "entwickelt" sich, in Richtung z.B: einer ökologischen Niesche.

"Dann verschwende ich meine Zeit mit ihnen. Irrsinniger kanns schon gar nicht mehr gehen."

Was bezeichnen sie eigenlich als Information? Denken sie ein Buch enthält mehr Information als ein Stein? Nur weil sie darin lesen können? Kristalle zeigen auch komplexe Aufbauten, die z.B. im Falle eines Zirkoniumkristalls eine geschichte erzählen. Wie ist diese Information entstanden? Ganz gewiss ohne Intelligenz. Erklären sie doch erstmal was Information ist, dann werden sie sehen wo der Fehler in ihrem Gedankengang liegt.

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biologe2
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Re: Evolution contra Schöpfung

Beitrag von biologe2 » Mittwoch 31. Mai 2006, 21:18

Eser hat geschrieben:Wie vermehren sich Birkenspanner? Paaren die sich nicht? Muss ja sein oder? Sie schreiben, die dunklen Birkenspanner haben schon existiert und jetzt sind es mehr. Also müssen die dunklen sich mit den hellen gepaart haben, dadurch wurden mehr. Und dann nochwas: Durch die industrielle Revolution hat sie die Farbe der Baumrinden geändert. Das einzige was man also hier beachtlich finden kann, ist die höhere Population der dunklen Birkenspanner zu der Zeit der industriellen Revolution. Das ist ihr EINZIGER Anhaltspunkt für die Evolution an dem Birkenspanner. Für mich hat das kein Wert. Hier beobachten sie wieder nur ein Zustand im Vergleich zu einem anderen. Und der dunkle Birkenspanner existierte ja schon von Anfang an. Nur zu 2%. Vielleicht gibts ihn ja wo anders mit einer Population von 40% oder nur 1%. Ist das wichtig?
JA, denn das IST Evolution, deren Vorhandensein sie abstreiten. Natürlich ist das ein "kleines" Beispiel, aber wenn das mit einem Gen funktioniert, dann auch mit anderen. Zwei Arten sind unter anderem dadurch unterschieden, dass Vertreter der beiden Arten nicht mehr zusammen Nachkommen produzieren. Wenn sich der Genpool der dunklen Birkenspanner soweit veränderte, dass er sich gar nicht mehr mit weißen paart, dann wäre eine neue Art entstanden.
Eser hat geschrieben:Ihre Begründung zur Entstehung neuer Arten sehe ich als völlig falsch. Weil nicht beobachtbar allein durch Selektion. Eine Anpassung bedarf einer Information. Genauso wie der Chameleon, er passt sich seiner Umgebung an, ist eine Fähigkeit, dieser bedarf Informationen. Es gibt überhaupt keinen Grund das ein Wesen sich derart verändert, das eine neue Art entsteht, weil er in einer anderen Umgebung oder so ist. Genau DAS, haben wir nie beobachtet. Diese kleinen Evolutionen die sie beobachten, sind nur ihre Zustände (ohne Rückverfolgung) oder nur Vermischung, was sie als Selektion bezeichnen.
Wieso wäre das Vermischung, wenn aus ganz wenigen dunklen und sehr vielen hellen plötzlich sehr viele dunkle und ganz wenig helle würden? Ohne Selektion, wenn denn auch der Erbgang genauso wäre, dass es zu einer Vermischung der Merkmale kommt, ist nämlich meistens eher nicht so, dann wäre das Verhältnis 1:2:1, heißt 25 % dunkle, 50 % Mischformen, 25 % helle, und das auch nur, wenn sich zwei Mischlinge paaren. Paaren sich zwei dunkle, weil die hellen vorher weggefressen werden, gibt es 100 % dunkle. Paart sich ein dunkler mit einer Mischform, kommen 50 % dunkle und 50 % Mischform raus. Wenn immer die hellen weggefressen werden, dann wird die Genvariante "hell" immer seltener werden. Immer mehr Nachkommen werden dunkel sein. Das ist Evolution durch Selektion. Sie wollen doch nicht ernsthaft MIR erzählen, was Selektion ist und was nicht???

Was ich mit meinem Posting bezweckt habe, war eine natürlich ziemlich vereinfachte Zusammenfassung dessen zu geben, was die Naturwissenschaft unter den Begriffen Evolution und Evolutionstheorie (die eben NICHT identisch sind) versteht. Wenn Sie schon dagegen argumentieren wollen, dann sollten Sie wenigstens annähernd wissen, was eigentlich die Begriffe bedeuten.

Evolution bedeutet: der Genpool einer Population (und damit Aussehen etc.) verändert sich mit der Zeit. Dies ist eine beobachtbare Tatsache.

Es gibt mehrere Mechanismen, die einen Einfluss auf die Zusammensetzung des Genpools haben.
Genpool = sämtliche Varianten jedes Gens innerhalb einer Population; zur Verdeutlichung: beim Menschen gibt es ein Gen, das die Blutgruppe mitbestimmt. Vin diesem Gen gibt es drei Varianten (Allele), A, B, 0. Da der Mensch diploid ist, d.h. von jedem Gen zwei Exemplare hat, eins von der Mutter, eins vom Vater, können Menschen AA, AB, A0, BB, B0, und 00 haben. Der Genpool enthält also bezüglich dieses Gens drei Varianten, ein Individuum kann aber maximal zwei verschiedene haben und vererben. Von anderen Genen gibt es noch viel mehr Varianten und alle Varianten aller Gene innerhalb einer Population zusammen machen eben den Genpool dieser Population aus.

Es gibt verschiedene Mechanismen, die die Zusammensetzung des Genpools verändern können. Mechanismen, die die Zahl der Varianten erhöhen, sind das Auftreten von Mutationen und Rekombination (Teile vorhandener Genvarianten bilden eine neue Variante).
Beide Mechanismen sind beobachtbar und bewiesen, z. B. beruhen manche Krankheiten darauf, dass ein Gen mutiert ist, und das von diesem Gen kodierte Enzym in Folge dessen nicht mehr funktioniert. Außerdem gibt es auch noch Genfluss, nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Mechanismen, die zu einem Verschwinden von Varianten aus dem Genpool führen können, sind die natürliche Selektion (positive, negative, sexuelle) und Gendrift, das ist das zufällige Verschwinden einer (nicht häufigen) Variante, weil zufällig die Träger dieser Variante sich nicht fortgepflanzt haben (kommt eher bei kleinen Populationen vor).
Auch diese Mechnismen sind beobachtbar und bewiesen.

Die Evolutionstheorie fasst nun all diese bekannten Fakten zusammen und postuliert daraus, dass eben so neue Arten entstanden sind und entstehen.

Und ich ziehe mir das nicht gerade aus den Fingern, sondern gebe lediglich wieder, was die Lehrmeinung ist, die sie bekämpfen.

Es findet keine aktive, willentliche, gerichtete Anpassung statt. Es treten Mutationen auf. Die Träger dieser Mutationen kommen entweder zur Fortpflanzung, oder eben nicht. Ob die Träger der Mutation zur Fortpflanzung kommen, muss auch nichts mit der Mutation zu tun haben. Nur, wenn die Träger der Mutation zur Fortpflanzung kommen, KANN die Mutation vererbt werden. Aber wie sie selbst ja schon festgestellt haben, paaren sich die Träger höchstwahrscheinlich erstmal mit Nicht-Trägern, d.h. es ist noch nicht mal gesagt, DASS die Mutation weitergegeben wird, SELBST WENN sich der Träger paart. Aber wenn die Mutation tatsächlich einen wie auch immer gearteten Vorteil bietet, in dem Zeitraum, in dem sie auftritt, UND der Träger kommt häufiger zur Fortpflanzung als Nicht-Träger, DANN ist es wahrscheinlich, dass er die Mutation auch vererbt. Wenn in den nachfolgenden Generationen die Träger der (ererbten) Mutation weiterhin einen Vorteil haben und IM DURCHSCHNITT häufiger Reproduktionserfolg haben, dann wird diese Mutation einen immer HÖHEREN ANTEIL am Genpool der Population ausmachen, d.h. immer mehr Individuen der Population werden diese Mutation tragen = Evolution (Zusammensetzung des Genpools ändert sich). Dies passiert nicht nur mit einem Gen, sondern alle Gene können von Mutationen betroffen sein und diese werden nach den gleichen Mechanismen vererbt oder eben nicht.
Wenn das nun über einen sehr langen Zeitraum so weiterläuft, dann hat man hinterher eine Population, deren Genpool sich sehr stark von der Ausgangspopulation unterscheidet. Deren Vertreter sich mit Vertretern der Ausgangpopulation gar nicht mehr paaren können. Eben eine neue Art darstellt.
= die Entstehung neuer Arten laut Evolutionstheorie

Eser hat geschrieben:Im Grunde holen sie aus einer Maus einen Elefanten raus (den es nicht gibt) und verbreiten ihn auf diesem Planeten. Wenn dann auch noch so dermaßen die Schöpfung von den NWler bekämpft wird, dann ist das ein Krieg, gegen Gott. Menschenverachtung. Gottesverachtung.

Die Naturwissenschaftler bekämpfen die Schöpfung? Habe ich in irgendeinem Posting irgendetwas gegen Gott oder gegen die Schöpfung geschrieben? SIE empfinden Evolution und die Evolutionstheorie als gegen Gott gerichtet. Naturwissenschaftler bewirken nicht, dass Evolution geschieht, sie beobachten und beschreiben sie nur. Sie erforschen die Mechanismen, die im Endeffekt dazu führen. Sie entwickeln eine Theorie darüber, wie es durch Evolution zur Entstehung neuer Arten kommen könnte.
Nichts davon schließt die Existenz Gottes aus. Es widerspricht auch nicht der Schöpfung, denn auch die Evolutionstheorie beschreibt nur das WIE, nicht das WARUM. Vielleicht ist ja Gott das WARUM, vielleicht ist er die treibende Kraft. Eine treibende Kraft ist nicht notwendig, aber sie ist auch nicht ausgeschlossen. Ebenso macht die Evolutionstheorie keinerlei Aussagen über die Entstehung des Lebens, deshalb schließt sie auch nicht aus, dass Gott das Leben auf der Erde erschaffen hat. Evolution und die Evolutionstheorie widerspricht lediglich der Schöpfungsgeschichte aus der Bibel, wenn man sie WORTWÖRTLICH auffasst.
Eser hat geschrieben:Was eigentlich erfassbar sein sollte, wurde nie erfasst. Sie bringen mir andauernd irgendwelche Interpretationen hervor, mit der sie die Evolution rechtfertigen.



Ich rechtfertige nicht. Ich führe an, was die Lehrmeinung ist, die sie bekämpfen. ICH bin nicht dafür verantwortlich, dass es Evolution gibt. Wenn es denn einen Gott gibt, dann ist ER dafür verantwortlich, dass es sie gibt. Deswegen begehen streng genommen SIE Gotteslästerung, weil sie ihm nicht zutrauen, einen großen Plan zu verfolgen.
Eser hat geschrieben:Alle Entwicklung bedarf Information. Diese Information existiert in ihrem Weltbild nicht. Schon allein dadurch zerfällt das ganze. Information hat immer einen intelligenten Ursprung.
Es ist keine Entwicklung, so wie sie das verstehen. Evolution ist ungerichtet, willkürlich und zufällig. Es gibt keine Information, dass jetzt diese oder jene Veränderung toll wäre, um besser angepasst zu sein, so funktioniert das einfach nicht und kein Naturwissenschaftler behauptet das!
Zuletzt geändert von biologe2 am Donnerstag 1. Juni 2006, 15:57, insgesamt 2-mal geändert.

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Oregano
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Beitrag von Oregano » Mittwoch 31. Mai 2006, 21:21

Das klingt nach Gitt. Information ist in der Informatik so definiert, daß man einen intelligenten Sender braucht, also hat das gefälligst überall so zu sein.
Wenn ich nun irgendwo Asche finde, dann habe ich die Information, daß es wohl mal gebrannt hat. Ergo werden alle Feuer gelegt und entstehen niemals nicht auf natürliche Weise. Weil die Information is ja da, also muß die jemand hinterlassen haben, und Blitze sind ja eher unintelligent.
ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn

El

Beitrag von El » Mittwoch 31. Mai 2006, 22:03

Eser hat geschrieben:
El hat geschrieben: Bei der Züchtung hast du gesagt, dass das Beispiel fehlerhaft sei, weil die Selektion durch Menschen durchgeführt werde, aber die Entwicklung der Arten dabei bejaht. Dann haben wir dir gezeigt, dass Selektion ebenso in der Natur stattfindet. Das hast du auch bejaht.
Es findet also deinen Aussagen nach
1. Entwicklung durch Selektion statt
2. Selektion in der Natur statt

Warum soll denn in der Natur nun keine Entwicklung stattfinden?
Nein, ich habe geschrieben es gibt KEINE Entwicklung. Selektion ist nicht gleich Entwicklung. Bei der Selektion geht es ums Überleben. Wenn ich überlebe dann entwickle ich mich nicht weiter, was ist das denn für eine irrsinnige Annahme?
Bei der Selektion geht es um Fortpflanzung.
Und du hast doch bejaht, dass sich durch Züchtung Tiere verändern. (oder nicht?)
Züchtung ist eine Form der Selektion, die Selektion findet hierbei durch den Züchter statt.

"Zuchtwahl

Unter Zuchtwahl versteht man die Auslese von Individuen einer bestimmten Art, namentlich bei Tieren (Tierzucht) und Pflanzen. Zuchtwahl kann prinzipiell auf zwei verschiedene Weisen stattfinden:
-durch natürliche Zuchtwahl (natürliche Selektion) in Sinne von Charles Darwin;
-durch künstliche Zuchtwahl (Züchtung) durch einen Züchter."
http://de.wikipedia.org/wiki/Zuchtwahl

Natürliche Selektion und Züchtung unterscheiden sich in der Ursache der Selektion. Bei der Züchtung wählt der Züchter die passensten Individuen aus. Bei der natürlichen Selektion können sich nur die an die Natur best anpassten Individuen fortpflanzen.

Bei beidem wird selektiert. Wenn du nun sagst, dass es bei der Züchtung durch die Selektion nach bestimmten Kriterien zur Entwicklung kommt, warum sollte denn bei natürlicher Selektion nun nicht der Fall sein? Ob nun ein Züchter sagt "Es dürfen sich nur die schönsten Tiere fortpflanzen" oder ob sich in der Natur nur nur die best angepassten fortpflanzen können ist doch was die Möglichkeit zur Veränderung angeht kein Unterschied. Und dass es natürliche Selektion gibt hast du doch auch gesagt. Wo genau liegt denn nun dein Problem? Oo
El hat geschrieben: Doch:
Lebewesen kann sich fortpflanzen: Ja/Nein
Eser hat geschrieben: Schon allein dadurch zerfällt das ganze. Information hat immer einen intelligenten Ursprung.
El hat geschrieben: Nö...
Eser hat geschrieben:Dann verschwende ich meine Zeit mit ihnen. Irrsinniger kanns schon gar nicht mehr gehen.
Aha, wenn ich dich in der Wüste ohne Wasser und Nahrung aussetze brauchst du erst jemanden, der dir erzählt, dass du nun sterben solltest. Sonst lebst du einfach ewig weiter, oder wie? Oo

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Beitrag von Zerebralzebra » Donnerstag 1. Juni 2006, 03:28

Korse hat geschrieben:Was bezeichnen sie eigenlich als Information?
Ich würde mal auf sowas wie "Zweckmäßigkeit" oder "Funktionalität" tippen, wobei eine Funktion, die man in der Natur ausmacht, kein Beweis für ein Subjekt ist, dass sie eingerichtet hat.
Ohne Funktionalität kommt die Biologie nicht aus. Dass sie eine (im großen und ganzen sinnvolle) Projektion des Menschen auf die Natur ist, zeigt sich an politischen Diskussionen um den Begriff der Krankheit.
Und durch die Macht des Heiligen Geistes könnt ihr von allem wissen, ob es wahr ist.

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Beitrag von Eser » Donnerstag 1. Juni 2006, 11:21

Oregano hat geschrieben:Das klingt nach Gitt. Information ist in der Informatik so definiert, daß man einen intelligenten Sender braucht, also hat das gefälligst überall so zu sein.
Wenn ich nun irgendwo Asche finde, dann habe ich die Information, daß es wohl mal gebrannt hat. Ergo werden alle Feuer gelegt und entstehen niemals nicht auf natürliche Weise. Weil die Information is ja da, also muß die jemand hinterlassen haben, und Blitze sind ja eher unintelligent.
Das gilt überall so, wo eine Ordnung herrscht, egal welcher Art.
Auch diese so genannte Kausalität (Urache - Wirkung) muss gelten. Es geschieht nichts ohne Ursache. Das ist Irrsinn. Widerspricht vollständig unseren Erfahrungen.

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Evolution

Beitrag von Eser » Donnerstag 1. Juni 2006, 11:24

@biologe2:

Es gab ein Experiment von einem Mann (den Namen werde ich raussuchen), der hatte das mit Blumen gemacht. Es kamen Mischlinngsblumen raus (rosa oder pink), und zwei dieser Mischlingsblumen ergaben manchmal rote, manchmal weisse, manchmal wieder Mischlinge.
Ich glaube er sprach auch von dieser 1:2:1 Verteilung. Was soll aber daran bitte Evolution sein. Das sind "genetische Mischungen", einfache Fortpflanzung wie beim Menschen und Tier. Bei dieser Sache entwickelt sich nichts.

Es stimmt auch nicht, das wenn dein dunkler mit einem Mischling zusammenkommt, das dann nur dunkle und Mischlinge rauskommen, genau DAS wurde im Experiment widerlegt, es kamen auch wieder weisse raus, ohne "weisse Eltern", aber weisse Vorfahren.

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Warum?

Beitrag von Eser » Donnerstag 1. Juni 2006, 11:28

biologe2 hat geschrieben: Evolution bedeutet: der Genpool einer Population (und damit Aussehen etc.) verändert sich mit der Zeit. Dies ist eine beobachtbare Tatsache.
Und wieso verändert sich das? Wo wurde das beobachtet? Es gibt überhaupt keinen Grund das sich ein Genpool ändert und somit das Aussehen. Warum auch? Sie verweigern die nötige Information, sie verweigern Gott, wie soll das bitte gehen.

Korse
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Beitrag von Korse » Donnerstag 1. Juni 2006, 11:28

Eser hat geschrieben:
Oregano hat geschrieben:Das klingt nach Gitt. Information ist in der Informatik so definiert, daß man einen intelligenten Sender braucht, also hat das gefälligst überall so zu sein.
Wenn ich nun irgendwo Asche finde, dann habe ich die Information, daß es wohl mal gebrannt hat. Ergo werden alle Feuer gelegt und entstehen niemals nicht auf natürliche Weise. Weil die Information is ja da, also muß die jemand hinterlassen haben, und Blitze sind ja eher unintelligent.
Das gilt überall so, wo eine Ordnung herrscht, egal welcher Art.
Auch diese so genannte Kausalität (Urache - Wirkung) muss gelten. Es geschieht nichts ohne Ursache. Das ist Irrsinn. Widerspricht vollständig unseren Erfahrungen.
"Turtles all the way down......"

Und die Ursache der Ursache? Wenn sie sagen alles braucht eine Ursache dann muss auch Gott eine Ursache haben, und diese Ursache wiederum eine Ursache.....
Unsere "Alltagserfahrung" zählt auf diesem Gebiet eh nicht viel, weil wir dann doch ein recht begrenztes Sichtbild haben. Nach unsere Alltagserfahrung ist die Erde auch Flach und die Sonne dreht sich um uns.

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Re: Warum?

Beitrag von Korse » Donnerstag 1. Juni 2006, 11:29

Eser hat geschrieben:
biologe2 hat geschrieben: Evolution bedeutet: der Genpool einer Population (und damit Aussehen etc.) verändert sich mit der Zeit. Dies ist eine beobachtbare Tatsache.
Und wieso verändert sich das? Wo wurde das beobachtet? Es gibt überhaupt keinen Grund das sich ein Genpool ändert und somit das Aussehen. Warum auch? Sie verweigern die nötige Information, sie verweigern Gott, wie soll das bitte gehen.
Mutationen verändern den Genpool....und diese sind bewiesen.....

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Re: Evolution

Beitrag von Korse » Donnerstag 1. Juni 2006, 11:32

Eser hat geschrieben:@biologe2:

Es gab ein Experiment von einem Mann (den Namen werde ich raussuchen), der hatte das mit Blumen gemacht. Es kamen Mischlinngsblumen raus (rosa oder pink), und zwei dieser Mischlingsblumen ergaben manchmal rote, manchmal weisse, manchmal wieder Mischlinge.
Ich glaube er sprach auch von dieser 1:2:1 Verteilung. Was soll aber daran bitte Evolution sein. Das sind "genetische Mischungen", einfache Fortpflanzung wie beim Menschen und Tier. Bei dieser Sache entwickelt sich nichts.

Es stimmt auch nicht, das wenn dein dunkler mit einem Mischling zusammenkommt, das dann nur dunkle und Mischlinge rauskommen, genau DAS wurde im Experiment widerlegt, es kamen auch wieder weisse raus, ohne "weisse Eltern", aber weisse Vorfahren.
Und? Nach einer bis zwei Generationen ist nunmal keine große Mutationsrate zu erwarten....aber wenn sie dass ein paar Jährchen lang machen und die mit einem besonderen Merkmal immer rauspicken, um sie sich weitervermehren zu lassen, wird am Ende was neues, von rot, weiß und rosa Verschiedenes rauskommen.....

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Eser
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Beitrag von Eser » Donnerstag 1. Juni 2006, 11:49

Mutation hier und Mutation da. Der Grund für die Mutation ist egal. Hauptsache das Weltbild passt. Ich wiederhole meine Fragen nicht mehr. Und Korse liest meine Beiträge wohl nicht mehr.

Die einzige Mutation, die heute noch auftreten kann, ist die krankhafte (radioaktivität, Gift, Schmutz) oder die durch den menschlichen Einfluß.

Haben wir alles euch NWlern zu danken. Schon allein durch die Genetik und der Atomphysik erreichen wir eine tolle Evolution.

Wer schon die Metamorphose einer Larve zu einem Insekt als Evolution bezeichnet, rafft die Theorie Darwins nicht. Dann ist wohl die Schwangerschaft ein Beweis für die Evolution, oder wie? Kommt vielleicht am Ende ein anderes bei der Entbindung raus, so nach ein paar Generationen.

Und Gott begeht hier keine Evolution, das ist reiner Verrat an sich selbst. Diesen Gott predigen vielleicht Religionen, aber nicht wir und so gibt es ihn nicht.

Über die Vermischungen des Genpools sage ich nichts, wir sehen allein schon am Menschen das solche Vermischungen stattfinden. Hier wird erzählt das sich Gene willkürlich verändern und das in eine stabile Ordnung, ohne Information, ohne Ursache.

Vergessen sie nicht das wir schon in einer Welt voller Information leben. Das heisst, alles ist schon im Gange. Jedes Lebewesen pflanzt sich fort mit den vorliegenden (genetischen) Informationen. Wenn es jetzt aber zur Veränderung kommt, also Evolution, so daß eine neue Art entsteht, dann fehlt die Information, interessiert auch keinen hier.

Korse
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Beitrag von Korse » Donnerstag 1. Juni 2006, 11:56

Eser hat geschrieben:Mutation hier und Mutation da. Der Grund für die Mutation ist egal. Hauptsache das Weltbild passt. Ich wiederhole meine Fragen nicht mehr. Und Korse liest meine Beiträge wohl nicht mehr.

Die einzige Mutation, die heute noch auftreten kann, ist die krankhafte (radioaktivität, Gift, Schmutz) oder die durch den menschlichen Einfluß.

Haben wir alles euch NWlern zu danken. Schon allein durch die Genetik und der Atomphysik erreichen wir eine tolle Evolution.

Wer schon die Metamorphose einer Larve zu einem Insekt als Evolution bezeichnet, rafft die Theorie Darwins nicht. Dann ist wohl die Schwangerschaft ein Beweis für die Evolution, oder wie? Kommt vielleicht am Ende ein anderes bei der Entbindung raus, so nach ein paar Generationen.

Und Gott begeht hier keine Evolution, das ist reiner Verrat an sich selbst. Diesen Gott predigen vielleicht Religionen, aber nicht wir und so gibt es ihn nicht.

Über die Vermischungen des Genpools sage ich nichts, wir sehen allein schon am Menschen das solche Vermischungen stattfinden. Hier wird erzählt das sich Gene willkürlich verändern und das in eine stabile Ordnung, ohne Information, ohne Ursache.

Vergessen sie nicht das wir schon in einer Welt voller Information leben. Das heisst, alles ist schon im Gange. Jedes Lebewesen pflanzt sich fort mit den vorliegenden (genetischen) Informationen. Wenn es jetzt aber zur Veränderung kommt, also Evolution, so daß eine neue Art entsteht, dann fehlt die Information, interessiert auch keinen hier.
Was glauben sie eigentlcih wie die ganzen neuen Hunderassen, Katzenrassen, Getreidearten usw zustande gekommen sind?
Und durch Mutation kan auch neue Information entstehen, nicht nur verschwinden....

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